(Natalie Clifford Barney)

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Natalie Clifford Barney (* 31. Oktober 1876 24. April 1972) war Begründerin eines Literarischen Salons und bekannt für ihre damals mutigen offenen lesbischen Beziehungen zu der Dichterin Natalie Reneé Vivien, der Tänzerin Liane de Pougy und der Malerin Romaine Brooks.

Als Millionenerbin kam sie 1898 finanziell unabhängig von Washington nach Paris und begründete dort in der Rue Jacob ihren Salon. Dort traf man sich regelmäßig freitagnachmittags. Sie verstand sich darauf, die Gesellschaftswelt Prousts und die der Lost Generation zu vermitteln. Viele Besucher besuchten sowohl ihren Salon als auch den von Gertrude Stein, die 1903 ebenso aus den USA kommend in Paris einen Salon eröffnete.

Barneys Salon bestand bis 1968. Neben der Förderung des literarischen Gesprächs und der Besprechung von Theaterprojekten diente er allerdings auch der Selbstdarstellung seiner exzentrischeren Besucher. Mata Hari (1876 - 1917) etwa kündigte an, sie wolle zum nächsten Treffen auf einem Zirkuselefanten anreiten, und konnte nur mit Mühe überredet werden, sich mit einem leichtbekleideten Auftritt mit Zirkuspferd zu begnügen.

Barney selbst war das Vorbild für eine Reihe literarischer Werke, so auch für "Claudine s'en va" (1903) von Colette.

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